Wochenrückblick KW16/2017

Guten Morgen! Wer zum Frühstück ein bisschen Futter fürs Gehirn braucht, ist hier gerade richtig. Ich hab da was vorbereitet:

Damit einfacher leben einfacher wird – ein Artikel über Suffizienzpolitik

Die 4 Suffizienzstrategrien Entrümpelung, Entschleunigung, Entflechtung und Entkommerzialisierung können auch im Unternehmen angewendet werden. Aus meiner Sicht sehr zukunftsfähig. Übrigens, Zukunft! Minimalismus ist anscheinend wirklich eine gute Vorbereitung auf das Thema DeGrowth. Oder?

Und dann hab ich noch was zum Thema Rebound-Forschung gefunden. Vor allem Kapitel 4 ist da interessant. Rebound-Effekt noch nie gehört? Dann kurz einlesen.

das extrem coole Tanzduo AyaBambi hat bei einer Face Projection Mapping Performance mitgewirkt und das Ergebnis ist leider kurz, aber sehr cool.

Verpacken ohne Klebeband – mit dieser Origami-Technik aus Japan geht das.

Bei der akutellen politischen Lage kriegt man schnell Dpressionen. Aber gottseidank gibt es positive news, die mal eine schöne Liste zusammengebastelt haben, die sofort gute Laune macht.

Türkischer Sci-Fi-Trash? Ja bitte gerne :D

Und noch was zum Angucken: „Im Strahl der Sonne“ ist ein toller Dokumentarfilm über Nordkorea.

Schönen Sonntag noch!

Reden wir über die Zukunft: Minimalismus und Arbeit

Krass, oder? Ich blogge schon fast 7 Jahre unter anderem über das Thema Minimalimus und noch nie ist das Thema Arbeiten so richtig vorgekommen. Lag vermutlich daran, dass alles von dieser Digital-Nomad Perspektive überschattet wurde und ich nie dazu kam, mal zum Thema 9-5 Vollzeitjob und Minimalismus Stellung zu nehmen. Ist das überhaupt vereinbar? Oder unsinnig? Ich weiß noch nicht.

Wenn ich mit offenen Augen durch die Welt hopse, sehe ich ziemlich viele Jobs verschwinden oder sich verändern. Die Sparkasse im Viertel verkauft jetzt auch gebrauchte Bücher zu 3 Euro das Stück, weil sie einen „Lounge Charakter“ etabilieren will, damit die Kunden sich wohlfühlen, wenn auf das Online-Banking verzichtet wird. Der Typ am Schalter zählt keine Geldrollen mehr, sondern entleert einen Sack Kleingeld in eine Zählmaschine.
Die Jobs verändern sich. Das Management redet von Kundenservice und Effizenz und hat gleichzeitig ein neonrotes Alarmschild blinken auf dem „Digitalisierung“ steht. Der Servicemitarbeiter in der Filiale guckt den Kunden über die Schulter, wie die sich mit nem neuen Interface abstümpern. Bei Oma Frieda macht man die Arbeit dann doch noch selbst, weil sie das nicht mehr hinbekommt.

Also frag ich mich: Wie verändern sich die Jobs? Und wie pass ich da rein, mit meinem Vollzeitjob und mit einem Wunsch nach „weniger?“

Die aktuelle Umbruchsituation ist unsinnig: Man dient einer Maschine, obwohl man selber schneller die Arbeit erledigen könnte. Oder man lagert die Arbeiten gleich an die Kunden aus, um Personal einzusparen.
Das wird nicht ewig so sein, irgendwann ist die Technologie soweit fortgeschritten, dass der Mitarbeiter komplett überflüssig ist. Vielleicht steht da noch ein Aufpasser in der Ecke, aber sonst?
Wie kann man als Vollzeitmitarbeiter diesen Unsinn wieder in Sinn verwandeln? Wie kann der Entwertung der eigenen Arbeit begegnet werden?

Die digitalen Nomaden sind dann schon weiter, aber ich mag meinen Job im Großunternehmen. Meine Kollegen mag ich auch. Ich find die Kunden meistens auch ziemlich dufte. Es gefällt mir, morgens aufzustehen, an einen Ort zu fahren und Expertin in meinem mir selbst ausgesuchten Job zu sein.
Aber es ist Unsinn, so viel zu arbeiten, wenn man es nicht muss. Denn wenn ich meine Arbeitszeit reduziere, bekommt jemand anderes vielleicht die restlichen Stunden, weil er/sie mehr arbeiten will. Und wenn die Stelleanteile gestrichen werden, weil man einen neuen Automaten aufstellt – okay. Das ist die Zukunft.

Was kann ich tun, um meinen Job, meine Arbeit wertvoller zu gestalten bzw. ein bisschen zukunftsfitter zu machen?

1. Die wöchentliche Stundenanzahl reduzieren und mit einem weniger an Gehalt und einem mehr an Zeit auskommen (und überlegen, wie du damit umgeht) #minimalismus
Die Personalabteilung rechnet dir aus, wie viel du bei deiner gewählten Stundenanzahl verdienen würdest. Eigentlich wollte ich dieses Jahr schon auf 35 Stunden reduzieren, aber das hat wegen einer Fortbildung nicht geklappt. Vielleicht klappts ja 2018. Auch wichtig zu wissen: Man kann das erst mal ausprobieren. Nach einem Jahr oder so wird man gefragt, ob man die Stellenanteile kündigen will.

2. Den eigenen Job neu erfinden und evtl. den Schwerpunkt verlagern

Und sich gleich mal einen neue Jobbezeichnung dazu ausdenken. Sie regelmäßig anwenden.
Ich habe mir das auch schön auf eine Visitenkarte drucken lassen und sie steht auch unter meinem Namen in der E-Mail-Signatur :D

3. Sich umsehen, was es sonst noch für Jobs gibt
(…und sich evtl. mal bewerben. Einfach so. Marktwert checken und so.) Hab regelmäßig neue Jobangebote in ner Liste, das ist ganz interessant, was sich so tut. Hilft auch bei der Wahl von Jobbezeichnungen ;) Und manchmal bin ich dann doch ganz schön froh, dass ich nen tollen Job habe, auch wenn manchmal was daran verbessert werden könnte.

4. Bildungsurlaub machen. Is gut für eine andere Perspektive oder um etwas Neues zu lernen
Steht jedem Mitarbeiter zu. Informier dich bei deiner Gewerkschaft oder bei Vereinen, die sich mit politischer Grundbildung auseinandersetzen. Auch sind einige VHS-Kurse als Bildungsurlaub anerkannt.

5. Sabbatjahr einlegen oder 1 Monat Sonderurlaub beantragen
So ein Sabbatjahr ist nicht ohne. Das bedarf guter Planung. Frag mal rum, vielleicht kennst du jemanden, der das schon mal gemacht hat oder lies auf Blogs nach, was zu beachten ist.

6. Sich mit dem Thema Arbeitslosigkeit auseinandersetzen
Wenn man im Job nicht glücklich ist, kann man kündigen. Klar. Und dann? Wie sehen die aktuellen Regelungen zum Bezug von Arbeitslosigkeit aus? Wie bleibt man in einer guten Stimmung, wenn man schon länger keinen Job (und keine Ideen) hat. Darüber kann man regelmäßig nachdenken und sich informieren, denn das gibt ein bisschen Sicherheit.

7. Mit anderen das Grundeinkommen diskutieren
z.B. beim Minimalismus-Stammtisch, bei einem Meetup oder einfach so mit Freunden und Familienmitgliedern. Was würdest du machen, wenn du monatlich garantierte 800 oder 1000 Euro bekommen würdest? Wie würde dein Leben aussehen? Wofür würdest du das Geld verwenden? Würdest du trotzdem weiter arbeiten? Spiel mal mit den Gedanken rum.

8. Karriereleiter überdenken
Macht es Sinn, im Unternehmens eine Stufe höher zu steigen? Ist das überhaupt möglich oder sind die Hierarchien eh schon so flach? Was bringt mir das neue Aufgabenfeld, die Verantwortung? Kann und will ich das überhaupt?
Ich habe heute beschlossen, meine Aufgabe als Führungskraft aufzugeben. Mal sehen ob es mir gelingen wird, aber sie macht mir einfach keinen Spaß mehr.

9. Andere Arbeitszeitmodelle ausprobieren
Wenn es nicht klappt, deinen Stundenanzahl zu reduzieren, gibt es vielleicht ja noch andere Möglichkeiten. Geht dein Job in Teilzeit? Oder sogar von Zuhause aus? In einer anderen Schicht?

10. Das papierlose Büro oder: den Arbeitsplatz funktionaler und organisierter gestalten
Regelmäßig die Ablagekörbe ausmisten und Post-it-Notizen entfernen ist ne prima Beschäftigung für den Freitagnachmittag oder wenn einem nach einem Meeting das Gehirn ausläuft. Seit ich One-Note für mich entdeckt habe und ich meine To Do Liste und Kalender zumindest im Büro digital führe, hat sich mein Schreibtisch sehr verändert. Dadurch bin ich auch konzentrierter geworden. Also: Wie funktional ist dein Schreibtisch?

Lange Rede, kurzer Sinn: In dieser Umbruchphase kann man sich selbst ziemlich schnell ne Nische bauen und seinen Job weiter ausdifferenzieren. Das find ich sehr spannend. Und auch wenn sich der Job gerade ändert und es nervig ist: Cool bleiben und Mitdenken. Vielleicht hast du eine Idee, um es besser zu machen.


Wie siehst du das? Wie kann man sich seine Aufgaben und Arbeitsgebiete so wählen, dass man sich unentbehrlich macht? Sollte man das überhaupt sein? Ist dein Job gefährdet oder wandelt er sich auch gerade?
Was fehlt in der Liste?

Übrigens:
Wer mal eine konkrete Liste über die Jobs der Zukunft sehen will, sei auf diese umfassende Liste verwiesen. Das ist echt abgefahren. Und kratzt laut Autor Thomas Fry erst an der Oberfläche.

Reden wir über die Zukunft: 10 Ideen, die dich fit für die Zukunft machen

Wie bereitet man sich auf die Zukunft vor? Wie wird man fit für die Zukunft?
Welche Fähigkeiten braucht man, um mit der Zukunft klar zu kommen?
Über diese Fragen denke ich schon länger nach, weil ich gerne über die Zukunft nachdenke.
Hier mal eine lose Sammlung von 10 Fähigkeiten, die für die Zukunft vermutlich ganz nützlich sind. Die Liste ist nicht vollständig zu betrachten und ist eher ein Destillat aus sämtlichen Sci-Fi Romanen, Filmen und Comics, die ich bisher gelesen und gesehen habe. (Das kommt so konkret natürlich nicht unbedingt in den Romanen oder Filmen vor, aber der Vibe der Geschichten inspiriert trotzdem)

1. Systemisch Denken
Wenn man im Hyperloop mit 1000 km/h von A nach B dahinrast und man sich die neuesten Schuhe aus dem 3D Drucker zuhause ausdruckt, gibt es keine Distanzen mehr. Alles hängt zusammen. Auch jetzt schon, positiv wie negativ. Also wäre es doch sinnvoll, sich sofort als Weltbürger zu betrachten und global zu denken. Verantwortungsvoll handeln und zu überlegen, wie einzelne Prozesse in der Gesellschaft miteinander verbunden sind, gehören da auch dazu.
Machen: Sich intensiver mit etwas beschäftigen, neues lernen und mit anderen Menschen diskutieren, z.B. mit einem MOOC

2. Definiere: „Arbeit“
Gerade Lebensläufe sind schon längst passé. Schule, Studium, Job, das gilt nicht mehr. Falls du zu denjenigen gehörst, die noch einen geraden Lebenslauf haben: Glückwunsch. Interessiert aber auch niemanden :D
Du hast keine Ahnung, was du studieren sollst? Mach das, was dich interessiert und das in kreativer Weise. Effizienz ist was für Roboter, die Menschen sind fürs Kreative und fürs Spielerische zuständig. Ich glaube, dass man Experte werden muss für eine Nische, die man sich selbst aussucht. Interesse und Motivation stehen dabei ganz oben. Die Frage nach dem Gehalt ist zwar (noch?) wichtig, aber aus meiner Sicht kein Grund, sich für Ausbildung XY zu entscheiden. Wenn du deinen Job beschreiben kannst, wird er verschwinden und automatisiert. Also mach lieber gleich etwas, was dir Spaß bringt und diskutier mit anderen über das Grundeinkommen.
Machen: Was bedeutet Arbeit für dich? Holst du dir darüber deine Wertschätzung ab oder gibt es noch andere Wege? Wie viele wöchentliche Arbeitszeit ist gut für dich? Willst du mehr oder weniger? Macht dir deine Arbeit Spaß? Was passiert, wenn du statt „Arbeit“ das Wort „Aufgabe“ benutzt? Und: Lebenslang gelernt wird sowieso.

3. Erwarte das Unerwartete und behalte die Weitsicht
Keiner weiß was kommt. Aber es kommt rasend schnell. Und ja, viele reden von Fokussieren, aber ich glaube, das man auch das Gegenteil können muss: Weitsichtig und visionär denken, dabei aufmerksam und auch mal geduldig sein.
Machen: Kennst du Werkzeuge oder Arbeitsmethoden, die dich in visionärem Denken unterstützen? Wie stehts um deine Spontanität oder um dein Stressmanagement, wenn etwas passiert, was so nicht eingeplant war?

4. Lernen lernen und: Wissen wo es steht
Leider ist es ja noch nicht so, dass wir uns nen Chip einsetzen und das Wissen abspielen und einspeichern können. Aber das Lernen von Fakten wird uns auch nichts mehr bringen. (Machen wir eh nich mehr, wenn wir aus der Schule sind, oder? Steht ja alles in diesem Internet) Blended Learning oder Integriertes Lernen ist sinnvoll, aber bringt nur bedingt was, wenn du nicht weißt, wie du lernst und am Ball bleiben kannst. Weißt du welcher Lerntyp du bist? Wie stehts um deine Informations- und Medienkompetenz? Weiß du, wie die Dinge zumindest im Groben funktionieren und kannst du damit umgehen?
Machen: Überlege, wie du gelernt hast, wie du jetzt Informationen aufsaugst und dir merkst. Warum merkst du dir einige Sachen, warum merkst du dir andere nicht? Im Internet gibts auch nen Haufen Tests, mach am besten mehrere, damit du dich einschätzen kannst.

5. Denk regelmäßig über die Zukunft nach
Klingt jetzt blöde, aber mach mal. In der Schule hatten wir Geschichtsunterricht, aber was war mit der Zukunft? Die kam nur bei dem Thema Berufswahl auf und das war ganz schön öde, als der Typ vom Arbeitsamt in der Klasse war und darüber informierte, wie wichtig ein Job sei. Also denk mal an (d)eine Zukunft. Und ich meine damit nich „morgen“ oder „nächste Woche“ oder „Im Winter“ sondern 2030 oder 2045. Und denk nicht nur an Technologien oder Erfindungen sondern auch an die Gesellschaft. In welcher Welt willst du (und deine Kinder) leben?
Machen: Wenn deine Zukunftsvision eher dystopisch in Schwarz- und Grautönen ist, denk dir mal eine Solarpunk Version aus. Und wenn du nur Friede-Freude-Eierkuchen-Szenarien denkst, überleg dir mal ne Apokalypse. Bastel dich da rein. Wie gestaltest du mit diesen Visionen im Hinterkopf dein Jetzt?

6. Erfinde dich neu
Okay, klingt auch blöde und nach nem Slogan einer Frauenzeitschrift. Aber wenn man durch Minimalismus Zeit und Raum geschaffen, seine Persönlichkeit zu entdecken, kann man sich ja leichter neu erfinden, weil man vielleicht zum ersten Mal genau hinsieht. Dieses „sich neu erfinden“ könnte auch heißen: flexibel bleiben.
Machen: Was entdeckst du, wenn von dem ganzen Plunder in der Wohnung nix mehr übrig ist? Wer bist du? Brauchst du ein Motto? Wer willst du sein? Denk dir was aus und schauspielere mal einen Tag lang. Idealerweise im Urlaub, an einem anderen Ort. Denk an die Kostümierung und die Requisiten, den Soundtrack und das Bühnenbild. Was davon war gut, was nicht?

7. Mut und Neugier
Raus aus der Komfortzone, rein in die Panikzone. Zumindest ein klitzeklein bisschen. Für die Zukunft muss man mutig sein. Und mutig sein, kann man leichter, wenn die Neugier siegt.
Machen: Fordere dich selbst heraus und werde ein bisschen neugieriger und dadurch mutiger. Ich rede nicht von einem Bungee-Sprung (kann natürlich auch sein), sondern eher etwas, was man sich im Alltag nicht traut. Jemanden ansprechen, ein gewagtes Kleidungsstück tragen, raus aus den Gewohnheiten!

8. Kreativität
In meiner Zukunftsvision haben die Handwerker und Künstler einen superguten Stand. Zuerst sind wir fasziniert von den Werken, die uns künstliche Intelligenz hervorzaubert, aber ich glaube, ein Bild, das ein Roboter malt, ist irgendwann auch ein bisschen fad. Gut, keine Ahnung, ob das so sein wird, in den Filmen und Romanen kommen eigentlich fast nie Künstler vor, aber handwerkliche Skills sind schon ziemlich praktisch. Vor allem in ner Zombieapokalypse.
Machen: Jeder ist kreativ. Aber: Kultivierst du deinen Kreativitätsmuskel genug? Wenn nicht, wie könntest du es anstellen, kreativer zu werden?

9. Hinterfragen, hinterfragen, hinterfragen – und immer schön kritisch bleiben
Die Multioptionsgesellschaft ist Fluch und Segen zugleich. Als Minimalist hinterfragt man Produkte sowieso schon und das wird auch bei einer zunehmenden Digitalisierung weiterhin so bleiben. Muss ich alles tracken? Welche Gesetze brauche ich, wenn alles automatisiert wird? Brauchen Roboter Rechte? Warum hat ein Vibrator eine Kamera eingebaut (und warum kauft man sowas?)?
Machen: Besuch eine Diskussionsrunde zum Thema Digitalisierung oder 2030, bring dich ein. Hör dir regelmäßig andere Meinungen an. Komm raus aus deiner Filterblase. Lies dir in den Sozialen Netzwerken Kommentare (ja, nich zu viele…das is ungesund) oder folge mal Leuten, die nix mit deiner Lebenswirklichkeit zu tun haben. Das Puzzle sollte viele Teile haben, siehe Punkt 1.

10. Scheitern üben
Dieser Punkt soll nicht traurig machen, sondern eher eine Erinnerung daran sein, dass es völlig okay ist, wenn man scheitert. Das ist menschlich. Es kann nicht immer alles zu jeder Zeit gelingen. Manchmal ist man nicht gut genug, oder jemand anderes war schneller. Scheitern kann auch schön sein. Wie wird es sein, wenn Maschinen immer alles richtig machen und wir per se die Nieten sind? Warum nicht einfach das Thema anders aufziehen und die Perspektive wechseln? Was bedeutet scheitern, Fehler machen, versagen, wenn meine einzige Konkurrenz eine Maschine ist?
Machen: Im Scheitern oder in der Erfolglosigkeit steckt ziemlich viel Macht. Wie könnte man glücklicher versagen? Gelernt hat man ja trotzdem was, wenn du dich bewusst mit der Niederlage auseinandersetzt. Und wer weiß, was die Zukunft bringt.

Das war ganz schön viel, aber das ging mir seit ein paar Monaten durch den Kopf.

Wie siehst du das? Welche Fähigkeiten braucht man deiner Meinung nach, um fit für die Zukunft zu werden? Wie spielt da Minimalismus mit rein? Ist das Thema vielleicht sogar unwichtig? Welches ist die wichtigste Fähigkeit aus der Liste?

Wochenrückblick KW14/2017

Schon wieder Sonntag! Und weil heute gutes Wetter ist, geh ich gleich raus und hol mir ein Eis.

True Skin is ein ziemlich interessant gemachter Cyborgfilm. In einer nicht allzu entfernten Zukunft sind die Körper aller, die es sich leisten können, aufgewertet. Der Protagonist hat kein Geld, deshalb reist er nach Bangkok und versucht es auf dem Schwarzmarkt. Dort erhält er einen Chip, der ihn ziemlich gut aufwertet, was ihn für ein paar andere Leute interessant macht…

Zwischen April und September beginnt das große Finale der Cassini-Mission. Zieht euch diesen epischen Clip rein! Nicht nur, dass die ganze Mission schon 20 Jahre dauert, nein! Cassini wird ab dem 26.4. auch wöchtentlich zwischen dem Planeten und den Ring hin und her fallen. Das wird ganz schön spannend.

3 gute Dinge: Verpackung

Mythos Trash Jar

Schnell mal eben nen Schlüssel nachmachen? Mal sehen ob das wirklich geht.

Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo möchte Paris autofrei machen. Hier ist der Plan. Und das klingt machbar.

Wer liest, lebt länger. Hab ich mal gelesen.

easy ways to supercharge your friendships

Das wars schon. Jetzt gehts raus, Vitamin D tanken.
Schönen Sonntag!

To Do – im April

Joah, Hallo. Ist noch jemand da?
Die letzten Wochen rasten an mir vorbei, dazu kam eine völlig Inspirationslosigkeit und wenn ich meine Sonntage nicht routiniert angehe (was ja auch manchmal ganz schön ist), dann klappts auch nicht mit dem Bloggen. (das ist dann nicht so schön.)
Also neuer Monat, neuer Versuch.
Der April fing gut an, ich war ein Wochenende in Berlin bei schönstem Frühlingswetter und ich habe viele Dinge gesehen und gemacht, die ziemlich cool waren. Zum Beispiel habe ich mir zwei Bunker angesehen, salzige Limo getrunken und schillernde Schals gekauft. Das war alles sehr spannend und machte, dass sich zwei Tage wie zwei Wochen Erholung anfühlten. Das war dringend nötig.

Hoffentlich kann ich noch mehr Entspannungsinseln im April einbauen.
Aber das steht auch noch auf dem Ziele-Zettel:

  • Python lernen. Waaah! Bin gespannt wie ich mich anstelle.
  • meinen Alltag besser routinieren und evtl. meine Kalenderorganisation neu überdenken, denn ich befürchte, die hat was damit zu tun
  • ein neues cooles Schwimmbad aussuchen, das irgendwie zu ner Sportroutine passen könnte
  • Kleiderschrank ausmisten. Durch das Abnehmen passen einige Sachen wieder und andere Sachen nicht mehr, da kann was weg bzw. was neues rein.
  • Wenn das Wetter passt, möchte ich gerne ein bisschen auf dem grünen Ring wandern

So, mal sehen was ich davon hinbekomme.
Wie sehen deine Pläne aus?

Wochenrückblick KW13/2017

Ich gelobe Besserung! An Ideen mangelt es mir nicht, aber an Muße, diese Ideen anständig zu verschriftlichen. Also herzlich Willkommen im April, vielleicht gelingt es mir nun besser. Themenvorschläge könnt ihr natürlich trotzdem eingeben.

Aber erstmal zu der Wochensammlung:

Ein bisschen Cyberpunk zum Gucken und ein bisschen Cyberpunk zum Lesen. Mich freut es, dass das Genre wieder mehr Aufmerksamkeit bekommt. Achso! der Song aus erstem Video ist übrigens „Star Eater“ von Daniel Deluxe.

Nach der Party!

Die Digitalisierung ganz konkret. Was ist davon bald im Alltag? Interessante Sammlung.

Ein Webcomic über Bärtierchen ist alles, was ich jemals haben wollte. Ich kann nun zufrieden sterben.

Salvador Dalí hat mit Disney mal einen Kurzfilm gemacht, den man irgendwie nie gemacht hat. Bis man die Storyboards gefunden hat und sich mal dran gesetzt hat. Ich hätte gerne mehr davon gesehen.

Wir werden Cyborgs. Das passiert in den nächsten 10 Jahren.

Pünktlichkeit ist eine überflüssige Erfindung? Wer ist heutzutage eigentlich noch pünktlich?

Das wars schon. Schönen Restsonntag noch!

Gelesen im März

Der März war ein guter Lesemonat!

„Adressat unbekannt“ von Katherine Kressmann Taylor
Ein Briefroman zwischen zwei Freunden. Beide sind Kunsthändler, deine ist Jude, der andere Deutsche. Der Deutsche geht irgendwann zurück nach Deutschland und Hitler kommt an die Macht…
Fazit: Das ein Buch auf so wenigen Seiten so eine Wucht entfalten kann, habe ich noch nie erlebt. Es ist sehr kurz, sehr lesenswert. Pflichtlektüre.

„Eine Frau, eine Wohnung, ein Roman“ von Wilhelm Genazino
Der 17-jährige Weigand fliegt vom Gymnasium und wird von seinen Eltern unter Druck gesetzt. Aus ihm muss was werden. Also wird er Lehrling in einer Spedition, obwohl er den Kopf voll mit Literatur hat. In seiner Freizeit schickt er Manuskripte an Zeitungen bis er eines Tages einen Job beim Tagesanzeiger erhält. Fortan führt er ein Doppelleben.
Fazit: Bin ein großer Genazino-Fan, daher fand ich das Buch auch lesenswert. Ich mag seinen trockenen Schreibstil und die skurillen, etwas hilflosen Protagonisten :D

„Ab morgen ein Leben lang“ von Gregory Sherl
Evelyn Shriner macht Schluss, Godefry Burkes verlobt sich. Beide müssen zu Dr. Chin, um mit Hilfe eines Liebescomputers in ihre jeweilige Zukunft zu sehen. Doch die zufällige Begegnung der beiden in dieser vergammelten Praxis wird das Leben der beiden verändern.
Fazit: Obwohl ich das Buch eigentlich eher nach Cover ausgesucht habe, wurde ich nicht enttäuscht. Es ist romantisch, hat nette, liebenswerte Hauptfiguren und skurille Nebenfiguren, alles ist realistisch und witzig. Ich fands daher lesenswert und wenn du Filme von Nora Ephron magst, könnte dir das Buch auch gefallen.

„2001 – Odysee im Weltraum“ von Arthur C. Clarke

Roman nach dem Drehbuch des gleichnamigen Films.
Fazit: lieber noch mal den Film schauen. Mir war nicht klar, dass man das Buch NACH dem Film geschrieben hat. Ich fands irgendwie ein bisschen öde. Fällt in die Kategorie: Kann man lesen, muss man aber nicht.

„Eine Frage der Schuld“ von Sofia Tolstoia
Wer hat Schuld, wenn eine Ehe kaputt geht? Wie kann man in schwierigen Situationen wieder zueinander finden? Tolstois Frau Sofia ergründet diese Fragen in ihrem autobiografisch gefärbten Roman als Gegenentwurf zur Kreuzersonate.
Fazit: ich liebe russische Literatur des 19. Jhds. Wirklich. Es war ganz toll, weil es so vielschichtig war. Da steckt sehr viel Wahnsinn drin, Eifersucht, Bitterkeit, Zärtlichkeit, Nähe, Verlangen, Melancholie.

„Wir“ von Jewgenij Samjatin
In der Zukunft wurden die Menschen nach dem 200-jährigen Krieg von ihrem Unglück befreit. Es gibt streng getaktete Regeln für alles, von Essen, spazieren gehen bis Beischlaf. Die Menschen tragen keine Namen, sondern Nummern. Der Wohltäter des einzigen Staates kümmert sich um die Stadt aus Glas und deren Bewohner, die von einer Mauer von der Wildnis geschützt werden. Konstrukteur D-503 baut ein Raumschiff und genießt die Fürsorge seines Wohltäters – bis er die Frau I-330 kennenlernt. Von seinen Erlebnissen berichtet er in seinem Tagebuch.
Fazit: Wer „1984“ und „Schöne neue Welt“ gelesen hat, muss auch dieses Buch lesen. Pflichtlektüre!

Was hast du im März gelesen?

Gesehen im März

Naaa, macht euch der Verlust von Fernsehen was aus? Mir überhaupt nicht. Ich habe die letzten Tage mal ein bisschen gezappt und gemerkt, dass ich das null vermisse. Ich hab schon ewig nix mehr im Fernsehen angesehen, nich mal Nachrichten. Und ich krieg dank Twitter eh alles mit, was ich wissen muss.
Also Zeit für Filme! Das habe ich mir im März angesehen:

„Logan“
Wolverine is ein alter Sack, genau wie alle anderen Männer in dem Film. Dann kommt ein Mutantenkind und sie fahren los.
Fazit: öde. Keine Ahnung woher der Hype kam. Ich wollte, dass er gut wird, aber ich bin sehr enttäuscht aus dem Kino gegangen. Männer lieben diesen Film anscheinend. Ich fand ihn gerade zum Ende ein bisschen peinlich.

Department S, Staffel 1 (Serie, GB, 1970)
Wenn die Polizei nicht mehr weiter weiß, fragen sie die Spezialeinheit von Interpol – Department S – die löst gerne mysteriöse und knifflige Fälle und das mit Erfolg.
Fazit: mocht ich sehr gern :D Jason King ist einfach super! :D

„Django Nudo und die lüsternen Mädchen von Pornohill“
Handlung: Egal. Gibt hässliche Menschen in nackt zu sehen und irgendwas mit einer Mine.
Fazit: :D ja, genau. :D ich habe sehr gelacht!

Star Crash
ein italenischer Abklatsch von Star Wars würd ich sagen. Nur in schlecht.
Fazit: die Ausstattung war top! David Hasselhoff auch :D

Shirley – Visionen der Realität
Wir begleiten Shirley über Jahre hinweg. Dabei nimmt sie stumm Stellung zu den Ereignissen der jeweiligen Jahre, die in Bildern von Edward Hopper filmisch umgesetzt werden.
Fazit: Das ist kein Film, sondern eine Mediation, ein Ereignis. Unbedingt im wachen Zustand ansehen und am besten die Originalbilder anschauen. Es ist wirklich fabelhaft, aber auch sehr langsam. Kann man daher nicht einfach so weggucken.

Ghostbusters – answer the call
Erin ist Teilchenphysikerin und hat gerade wegen eines Buches, das sie damals mit ihrer Freundin Abby über das Paranormale verfasst hat, gefeuert worden. Weil ihr nix besseres einfällt untersucht sie gemeinsam mit der Ingeneurin Jillian eine Geistersichtung im Museum. Das ist erst der Anfang…denn U-Bahnarbeiterin Patty hat auch einen Geist auf den Schienen gesehen. Für die vier Frauen ist klar: Da stimmt was nicht! Also werden sie zu Geisterjägern.
Fazit: ich mochte den Film sehr und habe viel gelacht. Keine Ahnung, warum da alle so Anti waren. Klar, Kate McKinnon stiehlt allen ein bisschen die Show, aber na und? Es war ein schönes Update, mit tollen Geistereffekten und einem wirklich ziemlich lustigen Chris Hemsworth :D die kleinen Seitenhiebe und Cameos waren auch super. Wer Unterhaltung für die ganze Familie sucht, ist mit dem Film bestens beraten.

So, und was hast du dir angesehen?

Wochenrückblick KW11/2017

Seit ich diesen Hund gesehen habe, gehts mir irgendwie besser. Aber ich freue mich über diesen Goldfisch, der aufgrund einer defekten Schwimmblase eine Art Rollstuhl bekommen hat.

Was? Heterosexualität ist eine Erfindung?

8 Umarmungen pro Tag sollen glücklich machen. Sagt die Wissenschaft.

Aleksei Leonov’s First Spacewalk

9 Frauen in der Welt der Robotik. Es ist sehr cool, mit was die sich beschäftigen.
Nich so cool: How Did Tech Become So Male Dominated?
Und warum sind diese digitalen Assistenten eigentlich immer Frauen???

Na gut, bis diese Fragen geklärt sind, kann man sich ja zeitweise erstmal in nen Cyborg verwandeln.
Allerdings sollten wir es langsam angehen, denn das „Internet of Things“ macht ziemlich viel unnützen Kram.

Terence Hill hat einen experimentellen Science-Fiction Film gedreht und ich will ihn unbedingt sehen!

Zum Schluss Musik: Die tolle Band Tycho hat euch Sonntag-Morgen-Musik ausgesucht. Kann man sich echt anhören. Auch am Nachmittag :)